#WIRSINDZUSAMMENALLEIN

Willst du sofort etwas gegen Stress tun? Unser Werkzeugkasten hilft Dir dabei!

Na, wie geht es Dir?

„Die neue Normalität“ – so wird unser Alltag nun häufig beschrieben. Maske
tragen, Abstand halten, Regeln beachten; für viele ist das nicht so einfach. Die
Lockerung von Schutzmaßnahmen nimmt etwas Anspannung aus der Situation, aber
die Pandemie ist noch nicht vorüber.

Viele von uns haben jetzt mit neuen Sorgen zu kämpfen.
Arbeitsplatz-Unsicherheit oder andere finanzielle Sorgen. Ungewissheit darüber,
wie es mit Schule und Kita weitergeht. Erschöpfung durch die lange Phase der
Ungewissheit. Dazu jede Menge neue Vorsichtsmaßnahmen, an die wir uns gewöhnen
müssen. Diese dauernde Anpassung kostet viel Kraft. Das macht sich bei jedem
von uns im Einzelnen bemerkbar, aber auch in der Familie, in der Nachbarschaft
und im alltäglichen Miteinander. 

Gemeinsam haben wir es geschafft, die Pandemie einzudämmen. Dabei war jeder
Einzelne gefragt, aber vor allem auch ein guter Zusammenhalt, den wir in den
letzten Monaten gemeinsam bewiesen haben. Wie gut wir uns an die neue
Normalität gewöhnen, hängt genauso davon ab. Mund und Nase bedecken, Abstand
von anderen halten, ausführliche Hygienevorschriften – es gibt viel zu beachten
und damit es funktioniert, müssen wir uns aufeinander verlassen. Dieses
Bewusstsein kann Stress verursachen.

Deshalb bieten wir Euch weiterhin unter dem Hashtag #WIRSINDZUSAMMENALLEIN
einen sicheren Raum, in dem es um unser aller Wohlbefinden geht – im Einzelnen
und als Gemeinschaft. 
Hier muss niemand irgendwas, hier kann man einfach.
Einfach durchatmen, einfach entspannen, einfach mitmachen oder auch einfach nur
zusehen und etwas für sich mitnehmen.

GEMEINSCHAFT

Wir alle gemeinsam haben im Frühjahr daran gearbeitet, die Ansteckungskurve flach zu halten – mit Erfolg. Jedoch auch teilweise auf eigene Kosten. Ungewissheit, wie es weitergeht, Existenzängste und Stress zuhause müssen nicht unbedingt einhergehend mit den Lockerungen abflachen, im Gegenteil. Das macht es umso schwerer, die „Stresskurve“ geschmeidig zu halten. Das heißt, wir sind nun umso mehr darauf angewiesen, als Familie, Freunde und Gemeinschaft zusammenzuhalten.

Für die aktuelle Situation gibt es weiterhin keine schnelle Lösung. Aber es gibt Handlungsmöglichkeiten, um Angst und Stress kleiner zu machen. Für uns selbst, und für einander.

Es gibt bereits viele tolle Beispiele dafür, wie das gut gehen kann. Sie zeigen, wie resilient unsere Gesellschaft ist. Wir wollen dazu beitragen mit Wissen und Werkzeugen aus unserem „Netzwerk für Gemeinschaftsresilienz“. Seit drei Jahren geben wir Resilienz-Workshops für Menschen in Hamburg, und darüber hinaus. Sie haben uns viel darüber gelehrt, was Resilienz in der Gemeinschaft bedeutet.

Dieses Wissen können wir nun mit euch teilen. Dafür möchten wir uns bei unseren vielen bisherigen Teilnehmern und Mitstreitern ganz herzlich bedanken.

Komm mit und lass uns zusammen allein sein!

WAS IST RESILIENZ?

Bei Stress-Überlastung kann „egoistisches“ oder aggressives Verhalten eine natürliche Reaktion auf die Umstände sein. Andere Menschen reagieren auf Stress-Überlastung, indem sie sich extreme Sorgen um andere machen. Manchen Menschen ist es kaum anzumerken, dass sie gestresst sind. Jeder reagiert individuell. Und jeder hat seine eigene Art, resilient zu sein und zu handeln.

Resilienz ist die Fähigkeit, unter hohem Stress flexibel zu bleiben und sich danach gut weiterentwickeln zu können. Sie ist keine starre Eigenschaft. Jeder hat diese Fähigkeit. Je nachdem, wie unsere Situation gerade ist, können wir mehr oder weniger gut darauf zugreifen. Es gibt eine weit verbreitete Auffassung von Resilienz als Eigenschaft des „starken Einzelkämpfers“. Bei Resilienz geht es aber ganz wesentlich um zwischenmenschliche Beziehungen. Vertrauen hat dabei eine Schlüsselrolle.

GEMEINSCHAFTSRESILIENZ

Gerade in Zeiten, wo wir alle Unsicherheit und Angst aushalten müssen, haben zwischenmenschliche Beziehungen eine wichtige Schutzfunktion für die seelische Gesundheit. Das Wissen, dass wir nicht alleine sind und uns auf andere verlassen können, gibt Sicherheit. Das ist sogar evolutionsbedingt: der Mensch ist ein soziales Wesen. Wir überleben am besten in Gruppen. Aktuell können viele der Begegnungen, die wir gewohnt sind, nicht stattfinden.
Auch wenn wir Abstand halten müssen, ist es gerade jetzt wichtig, mit anderen Menschen verbunden zu bleiben. Es gibt schon viele Beispiele für kreative Lösungen. Wir bieten Tools und Wissen an, die aufzeigen, wie man in der aktuellen Situation seine Resilienz – und die Resilienz seiner Gemeinschaft – stärken kann.

Dankbarkeit

Jetzt sind wir mehr denn je aufeinander angewiesen. Besonders für den Einsatz aller, die sich um unsere Versorgung im Alltag kümmern und um Kranke, können wir sehr dankbar sein. Jeder von uns hat bestimmt Beispiele dafür, wie jemand uns geholfen oder wir anderen geholfen haben.

Wusstest Du, dass man nicht gleichzeitig Dankbarkeit und Wut oder Angst empfinden kann? Probiere es aus!

Dankbarkeit ist eines der gesündesten Gefühle. Sie setzt Glückshormone frei, die dabei helfen, Stress abzubauen.

Gibt es jemanden in deinem Umfeld, dem Du dankbar bist? Die Kassiererin im Supermarkt, dem Postboten, einem Familienmitglied, einem Freund oder einer Freundin? Viele Menschen empfinden auch Dankbarkeit, wenn sie an ihren Glauben denken.

Probiere aus, was mit Deinem Befinden passiert, wenn Du Dir einen Moment Zeit nimmst, Dich dankbar auf jemanden zu besinnen.

Eine kleine Vorschau:

Werkzeug für zuhause

Deine Welt steht Kopf?

Probiere, Dich auf die Schwerkraft zu verlassen! Dieser Tool kann Dir helfen, im Stress deine Nerven zu beruhigen – auch ohne, dass es jemand merkt.