Wenn wir andere trösten, wird oft der eigene Kummer weniger

Kannst Du Dich dran erinnern, wie Du schon einmal jemanden getröstet hast? Und hat es vielleicht für Dich selbst auch eine beruhigende Wirkung gehabt?

Wir Menschen sind so gestrickt, dass wir Gefühle gemeinsam empfinden können. Oft „spiegeln“ wir die Gefühle von anderen, ohne es zu merken. Auf diese Weise können wir uns gegenseitig mit Gefühlen „anstecken“. Das gilt natürlich sowohl für gute als auch für schlechte Gefühle. Probiere aus, ob Du Dein Kind mit Zuversicht, Trost und Mut anstecken kannst! Du kannst ihm oder ihr zum Beispiel fragen:

Welches Deiner Kuscheltiere braucht heute eine Umarmung“?

1

Hilf Deinem Kind, ein Kuscheltier auszusuchen, das gerade ein bisschen traurig oder ängstlich ist, weil es sich vielleicht ganz alleine fühlt oder nicht weiß, was als Nächstes passieren wird. Suche Dir selbst ein Kuscheltier aus und mache Deinem Kind vor, wie man es trösten kann.

Bitte Dein Kind, das Kuscheltier fest in den Arm zu nehmen und frag: „Kannst Du Dich um ihn kümmern?“

Über das Tasten können wir Halt finden, wenn wir sehr aufgewühlt sind.

2

Mache Deinem Kind vor, wie man das Kuscheltier tröstet. Vielleicht mag Dein Kind ihm auch ein paar tröstende Worte sagen, weil ihm dies besonders gut gefällt.

Wenn Du magst, kannst Du Deinem Kind die „Schmetterlings-Umarmung“ vormachen. Hierbei klopft man sich selbst sanft und abwechselnd rechts und links auf den Oberkörper. In einem Tempo, das einem selbst gefällt.

Beobachte, ob sich dabei irgendwelche Veränderungen bemerkbar machen: Atmung, Muskelspannung, Gesichtsausdruck?

The „Butterfly Hug“ can have a comforting effect that you might notice in your child’s posture, facial expression, breathing and gaze.

3

Du und Dein Kind trösten dann die Kuscheltiere gemeinsam. Achte darauf, ob sich bei Deinem Kind etwas verändert – Atmung, Muskelspannung, Gesichtsausdruck?

Welche Veränderungen merkst Du bei Dir selbst? Wenn es eine angenehme Veränderung gibt, kannst Du Dein Kind ermutigen, indem Du ihm oder ihr spiegelst, wie die Umarmung und das Trösten helfen?

Wird der Kummer oder die Angst kleiner, oder nicht? Diese Übung funktioniert nur, wenn es Deinem Kind gefällt. Lass ihn lieber selbst aussuchen, ob er sie mitmachen mag, oder nicht.

Adaptiert von der „Huggy-Puppy Intervention“, https://www.nbci.nlm.nih.gov/pubmed/215945

Welche Veränderungen bemerkst Du bei Dir selbst und Deinem Kind?

Gesicht – angespannt oder gelöst?

Atmung – flach oder tief?

Muskeln – fest oder locker?

Stimme – weich oder „gepresst“?

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